Festspiele Heppenheim

Hans Richter

Der Schauspieler Hans Richter, Gründer der Heppenheimer Festspiele, ist am 05.10.2008 im Alter von 89 Jahren gestorben. Richter war dem Publikum unter anderem aus der "Feuerzangenbowle" und "Das Spukschloß im Spessart" sowie "Herrliche Zeiten im Spessart" bekannt.

Richter sei am Morgen in einem Altenpflegeheim in Heppenheim "friedlich eingeschlafen", sagte seine Familie am Sonntag. Die Festspiele wurden von 1992  bis 2010 von Richters Sohn Thomas geleitet. Seit 2010 ist Sabine Richter die Geschäftsführerin der Festspiele Heppenheim GmbH.

 

Schon mit zwölf Jahren vor der Kamera


Der am 12. Januar 1919 in Nowawes bei Berlin geborene Richter war vor dem Zweiten Weltkrieg als "Lausejunge" ein Kinderstar des deutschen Films. Im Alter von zwölf Jahren erhielt er 1931 seine erste Rolle in Erich Kästners "Emil und die Detektive". Nach dem Abitur nahm er Schauspielunterricht bei Albert Florath.
Es folgten Rollen in verschiedenen Filmen, die vor und im Zweiten Weltkrieg gedreht wurden. In "Der Mann, der Sherlock Holmes war" mit Heinz Rühmann spielte er eine Nebenrolle.
 An der Seite von Heinz Rühmann spielte er 1944 im Klassiker "Die Feuerzangenbowle" die Rolle des Schülers Rosen.

Nach der Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft setzte Richter seine Karriere als Komiker fort. Er war meist in Nebenrollen von vielen Lustspielen und Heimatfilmen wie "Nichts als Zufälle" (1948), "Schwarzwaldmädel" (1950), "Grün ist die Heide" (1951) oder "Der Vetter aus Dingsda" (1954) zu sehen. 1955 folgte sein Debüt als Filmregisseur in "Vatertag". Danach wandte er sich immer mehr der Bühne zu. 1967 entdeckte Hans Richter und seine Frau Ingeborg bei den Dreharbeite zu "Herrliche Zeiten im Spessart" die Schönheit der Stadt Heppenheim.

 

Zusammenarbeit mit Gründgens und Buckwitz

In Hamburg war er von 1958 bis 1960 unter der Leitung von Gustaf Gründgens Mitglied des Deutschen Schauspielhauses und übernahm dort ernste Rollen. Ab 1960 gehörte er unter Intendant Harry Buckwitz dem Ensemble des Schauspiels in Frankfurt an. 1974 gründete er die Heppenheimer Festspiele, die er mit dem "Jedermann" eröffnete. In Fernsehen war er später gelegentlich zu sehen, zum Beispiel in der ARD-Serie "Karl, der Gerechte" an der Seite von Fritz Muliar.


In Heppenheim führte er bis 1992  Regie und spielte in verschieden Rollen mit. Unvergesslich ist auftritt als Teufel in dem Stück „Jedermann“

Hans Richter erhielt 1971 und 1989 für sein Schaffen das "Filmband in Gold" und 1983 auch das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

 

 

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